Zahlungen über das falsche Netzwerk gehören zu den häufigsten Supportproblemen bei Krypto-Checkouts. Ein Kunde kann USDT korrekt auswählen, die Zahlung aber über ein anderes als das vom Händler angeforderte Netzwerk senden.
Aus Sicht des Händlers darf die Bestellung nicht allein deshalb ausgeführt werden, weil der Kunde angibt, die Überweisung gesendet zu haben. Die Zahlung muss in einem unterstützten Netzwerk erkannt und dem Rechnungs- oder Einzahlungsablauf zugeordnet werden.
Das Problem des falschen Netzwerks
Viele Assets existieren in mehreren Netzwerken. USDT kann über TRON gesendet werden, aber je nach Wallet-Unterstützung auch über Ethereum, BSC, Polygon, TON und weitere Netzwerke. Erwartet der Checkout ein bestimmtes Netzwerk und wählt der Kunde ein anderes, lässt sich die Zahlung möglicherweise nicht der erwarteten Rechnung zuordnen.
Ob eine Wiederherstellung möglich ist, hängt vom Asset, dem Netzwerk, der Kontrolle über die Adresse und den Richtlinien der Plattform ab. Händler sollten niemals eine automatische Wiederherstellung für jede Überweisung über das falsche Netzwerk versprechen.
Reaktion des Händlers
Zunächst sollte die Bestellung offenbleiben, bis das Zahlungssystem einen endgültigen Status meldet. Mitarbeitende sollten den Transaktions-Hash, das ausgewählte Asset, das verwendete Netzwerk, den Betrag und die Bestellreferenz des Kunden erfassen.
Werden Netzwerk und Asset unterstützt, kann der Zahlungsdienstleister möglicherweise den Zahlungskontext ermitteln. Andernfalls kann der Fall eine manuelle Prüfung erfordern oder je nach Verwahrung und Bedingungen der Blockchain nicht wiederherstellbar sein.
So vermeiden Sie Fehler
Zeigen Sie den Namen des Netzwerks deutlich neben der Adresse an.
Verwenden Sie netzwerkspezifische Bezeichnungen wie USDT TRC20 oder USDT auf TON.
Verbergen Sie Warnhinweise nicht hinter nachgeordneten Ansichten.
Zeigen Sie das erwartete Asset und Netzwerk in der Rechnungsoberfläche deutlich an.
Verwenden Sie eine statusbasierte Ausführung statt Screenshots von Kunden.
Support-Ablauf
Ein guter Support-Ablauf sollte die Absicht des Nutzers von der tatsächlichen Zahlung trennen. Fragen Sie nach dem Transaktions-Hash, prüfen Sie den Zahlungsstatus, verifizieren Sie, ob das Netzwerk unterstützt wird, und entscheiden Sie erst danach, ob die Bestellung ausgeführt, ein Guthaben erstellt, eine Erstattung veranlasst oder der Fall eskaliert wird.
Dokumentieren Sie die Richtlinie vor dem Start. Sie sollte erläutern, was geschieht, wenn ein Kunde das falsche Asset oder Netzwerk beziehungsweise den falschen Betrag sendet oder nach Ablauf der Frist zahlt.
Risikokontrollen
Der Umgang mit falschen Netzwerken gehört zu den umfassenderen Risikokontrollen für Kryptozahlungen. Verdächtige Aktivitäten, AML-bezogene Zustände, Unter- und Überzahlungen sowie verspätete Zahlungen benötigen jeweils ausdrücklich definierte Abläufe für Händler.
Das betriebliche Modell beschreibt die Seite Risikokontrollen für Kryptozahlungen.